Von Zürich zurück nach Zofingen

Rückblick: Im November 2025 wurde ein kleiner Irrtum unserer Sammlungsgeschichte korrigiert. Vier unscheinbare Gemüsekisten mit zoologischen und geologischen Präparaten haben ihren Weg zurück ins Museum Zofingen gefunden, nachdem sie vermutlich in den 1940er-Jahren irrtümlich in der botanischen Sammlung des Naturhistorischen Museums der Universität Zürich gelandet sind. Da die Exponate in Zeitungspapier von 1944 verpackt waren, gehen Forschende davon aus, dass die Übergabe in diesem Jahr stattgefunden hat.
Ein Teil der botanischen Sammlungen von Museumsgründer Hermann Fischer-Sigwart gelangte nach seinem Tod völlig zurecht nach Zürich, darunter ist beispielsweise die in der Region heute nicht mehr heimische Wassernuss. Einige nicht dazugehörige Stücke wie zum Beispiel ein Wildschweinzahn oder eine Fischhaut haben sich dann wohl versehentlich mit auf die Reise gemacht.
Fischer-Sigwart (1842–1925) war Apotheker, Botaniker, Naturforscher und ein unermüdlicher Sammler. Er dokumentierte seine Beobachtungen akribisch, führte Bücher und legte zu vielen Objekten sorgfältige Etiketten an.
Nach rund 80 Jahren sind diese Präparate wieder dort, wo sie hingehören: Dr. Alexander Kocyan, Kurator Botanik am Naturhistorischen Museum der Universität Zürich, übergab die vier Kisten an Heidi Pechlaner-Gut, Leiterin des Museums Zofingen.