Vogel des Jahres 2020

Der Neuntöter (Lanius collurio)

Früher hiess dieser Vogel Rotrückenwürger. So ist auch das Exemplar beschriftet welches in dieser Vitrine zu sehen ist. Dieses Exemplar stammt aus dem Jahre 1903. Der Neuntöter brütet in offenen Kulturlandschaften mit Hecken und Dornengebüsch. Er ist in Mitteleuropa die häufigste Würgerart und hortet bei einem guten Nahrungsangebot seine Beute. Entweder spiesst er sie auf Dornen von Schlehe oder Weissdorn, oder aber er klemmt sie in Astgabeln ein. Das Verbreitungsgebiet des Neuntöters reicht von der nördlichen Iberischen Halbinsel überWesteuropa und den äussersten Süden der Britischen Inseln bis in den hohen Norden. Neuntöter brüten in erster Linie in offenen bis halb offenen Landschaften mit lockerem und strukturreichen Gehölzbestand. Der Bestand hat sich in der Schweiz in den letzten 30 Jahren halbiert. Die Investitionen in Milliardenhöhe in die Landwirtschaft durch den Bund begünstigen grösstenteils in eine Produktion, welche weder auf die Biodiversität noch auf Böden und Wasser ausreichend Rücksicht nimmt. Kennzeichen Aschgrauer Scheitel, schwarzer Augenstreif, hakenförmiger Schnabel, rötlich braun gefärbte Schultern Grösse:  17-18 cm Gewicht: 25-35 g Stimme:  Bei Erregung „dtschä“ oder „teck teck teck“, Gesang leise schwätzend mit Imitationen Zugverhalten Langstreckenzieher. Überwinterung in Ost- und Südafrika Nahrung: Insekten, Spinnen, Kleinsäuger, Reptilien Brutort: auf Dornenbüschen aller Art Gelege:  4-7 Eier Brutdauer: 13-16 Tage Flugfähigkeit: nach ca. 15 Tagen, werden von den Altvögeln noch ca. 3 Wochen gefüttert.

Museum ist überall

Geschlossene Museen, aber… … Museum ist überall!   In den Anfangszeiten des Museums Zofingen erwachte unsere Institution im Monat März aus ihrem Winterschlaf – ursprünglich war keine Heizung vorhanden. 2020 aber, nach einem erfolgreichen Jahresanfang, mit unerwartet vielen Besuchern, hat sich alles verändert. Aus gesundheitspolitischen Gründen bleibt der Eintritt seit dem 25. März untersagt. Schade, dass die Neukonzipierten Ausstellungen und unsere vielseitige Sammlung momentan unter Verschluss bleiben muss. Unsere schöne Stadt und ihre Umgebung bieten viele Alternativen: Wie wäre es mit einer stadtnahen Wanderung auf dem Philosophenweg? Vom Finkenherd zum Brunngraben und weiter über den Heiternplatz gibt es im Frühling eine herrlich erwachende Tier- und Pflanzenwelt zu bewundern. Ein gemütlicher Spaziergang ist – mit Einhaltung der geforderten Abstandsregeln – ein gutes Mittel für Abwechslung und nötige Bewegung an der frischen Luft. Oder, besuchen sie in unserer Altstadt eine interessante Baustelle. Auf der Oberen Promenade befindet sich bekanntlich das letzte Stück der früheren Stadtmauer. Dieses Teilstück wird nun von privater Seite restauriert. Aus einer alten Scheune wird ein Wohnhaus. Das bestehende Mauerstück wurde gesichert und zeigt sich nunmehr mit Zinnen im früheren Gewand. Auf der Hausseite an der Letzigasse wurde, unter Mithilfe der aargauischen Denkmalpflege, die gesamte Fassade mit vielen interessanten Details aufgearbeitet. Die ganze Holzkonstruktion aus dem 16. Jahrhundert wurde restauriert und zeigt uns heute wieder Bauhandwerk aus vergangenen Zeiten. So gibt es auf einem „entschleunigten“ Rundgang noch viele spannende Winkel in unserer Altstadt zum entdecken und Neuentdecken. Wird das Museum wieder geöffnet, kann einiges Gesehenes und Erlebtes vertieft werden. Bis dann braucht es Geduld und wir wünschen allen beste Gesundheit und auf ein baldiges Wiedersehen im ältesten Museum des Kantons Aargau.   Ihr Museumsteam  

Tier des Jahres 2020

Die Wildkatze (Felis silvestris silvestris)

Die Wildkatze erobert die Schweiz zurück! Nicht nur im Jura, sondern auch im Mittelland und im nördlichen Alpenraum werden in den letzten Jahren vermehrt Wildkatzen beobachtet. Fotofallen liefern nun den klaren Beweis für die Rückkehr der Wildkatze in die Schweiz. Die Größe ihres Reviers richtet sich nach dem Angebot an Beutetieren und kann deshalb je nach Gegend sehr unterschiedlich sein. Ist der Lebensraum optimal, benötigt sie zwei bis drei Quadratkilometer, unter schwierigen Jagdbedingungen kann der Lebensraum auch neun und mehr Quadratkilometer umfassen. Männchen beanspruchen in der Regel größere Reviere als weibliche Tiere. Sie meiden Gebiete mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung. Wildkatzen sind die einzigen Katzen, die als absolut nicht zähmbar gelten. Auch in Gefangenschaft geborene Tiere können nicht an den Menschen gewöhnt werden und lassen sich niemals freiwillig von ihm berühren. Freilebende Tiere meiden den Menschen und kehren niemals an Verstecke zurück, die Menschen entdeckt haben.

Körpergrösse Männchen 83-97 cm, Weibchen  73-94 cm

Gewicht Männchen 3-6,5 kg, Weibchen 2,3-4,9 kg Lebensraum Vorwiegend in Laub- oder Mischwäldern. In der Schweiz hauptsächlich im Jura. Nahrung Wühlmäuse, Ratten, Vögel, Kaninchen, Eichhörnchen, Eidechsen, Fische Frösche und Insekten. Selten werden Hasen und Rehkitze erbeutet. Aas und pflanzliche Kost werden nur in Notzeiten genommen. Paarungszeit Januar bis März Die Tragzeit beträgt ca. neune Wochen, das Weibchen bringt in einem sicheren Versteck meistens zwei bis vier Junge zur Welt. Mit etwa sechs bis acht Monaten suchen sich die Jungtiere ein eigenes Revier. Die Sterblichkeit der jungen Wildkatzen ist hoch. Unter optimalen Bedingungen werden sie zwölf bis fünfzehn Jahre alt.          

Film im Museum – GALA-ABEND

Festumzug anlässlich der 750 Jahrfeier Stadt Zofingen

Donnerstag, 27. Dezember 15:00 Uhr, 17:00 Uhr und 19:00 Uhr

Dauer je eine Stunde, freier Eintritt (Spenden zugunsten des Filmarchives)

Museum Zofingen

Wir sind wieder für Sie da

Nach einer vom Bundesrat verordneten Pause, sind die Türen des Museums ab 13. Mai wieder für Sie offen.

Es gelten die Vorgaben in Bezug auf soziale Distanz und Hygiene.