Ein Abend zwischen Archiv und Gegenwart
Im Kontext von Outside The Map begegnen sich NIKKO und IOKOI mit jeweils einem Konzert-Set im Spannungsfeld von Geschichte und Gegenwart. Das Museum Zofingen ein Ort des Sammelns, Bewahrens und Erzählens wird zur Bühne für Fragen nach Identität, Wahrnehmung und innerer Vielstimmigkeit. Zwischen Vitrinen und Erinnerungsschichten entfaltet sich Musik, die nicht nur gehört, sondern erlebt wird: leise und laut, fragil und fordernd, kartografiert und doch jenseits jeder Karte.
Outside The Map: Wenn Orte zu Bühnen werden und Musik neue Räume zeichnet.
NIKKO
NIKKO bewegt sich zwischen zarten Vocals und rohen Noise-Elementen. Klassisches Pop-Songwriting trifft auf experimentelles Sounddesign, Intimität auf Störung. In ihren Songs stellt sie unbequeme Fragen über Identität, Verletzlichkeit und Selbstermächtigung und bleibt dabei bewusst weich.
Ihre Musik ist ein Spannungsfeld: Stimme als Nahaufnahme, Klang als Bruchstelle. Zwischen Reduktion und Übersteuerung entstehen Räume, in denen sich das Publikum wiederfindet oder verliert.
IOKOI
Mara Miccichè alias IOKOI ist Komponistin und Sound-Artist mit Sitz in Zürich. Ihre Arbeiten verbinden Avant-Pop, Spoken Word, dichte Klangtexturen und feinsinniges Sounddesign. Neben ihrer Soloarbeit komponiert sie für Film, Theater und Installationen und realisiert Live-Scorings für Stummfilme sowie Projekte in unterschiedlichen Ensembles.
Mit ihrem Debütalbum Liquefy verschränkte sie physische und virtuelle Räume und verhandelte die Bedeutungen des Selbst im digitalen Zeitalter. Das Folgewerk Tales of Another Felt Sense of Self entstand als multidisziplinäres Projekt in Zusammenarbeit mit Video-, Duft- und bildenden Künstler*innen.
IOKOI ist Mitgründerin des Labels -OUS, der kuratorischen Plattform MADAM sowie des Sounddesign-Duos dopeL/R.
15. November 2025 bis 22. Februar 2026KOSMOS[KA·OS] – eine Raum(Zeit)reise
in Kooperation mit Schloss Gleina (D), dem Sasso San Gottardo, dem Dienstraum, Kunstmuseum Olten und dem Museum Zofingen
Mit KOSMOS[KA·OS] zeigt das Kunsthaus Zofingen eine Gruppenausstellung, die den Spannungsbogen zwischen Ordnung und Unordnung, Mikro- und Makrokosmos erfahrbar macht.
Das Projekt ist die Fortsetzung einer Initiative der freien Kuratorin Claudia Waldner, die 2023 bis 2024 im Schloss Gleina (D) lanciert wurde. KOSMOS[KA·OS] beinhaltete Residenzaufenthalte und intensive Auseinandersetzungen von dreissig Kunstschaffenden. Nach einem Pre-Meeting auf dem Gotthard und der Ausstellung im Schloss Gleina im Jahr 2024 nimmt nun ein Teil der Werke in Zofingen mit der Künstlerischen Leiterin des Kunsthauses, Eva Bigler, eine neue Gestalt an.
In Zofingen vereint die binationale und spartenübergreifende Ausstellung dreizehn künstlerische Positionen aus Deutschland und der Schweiz, die das Verhältnis von Struktur und Zufall, von Klarheit und Störung in unterschiedlichsten Medien erforschen.
Kuratiert von Eva Bigler (Künstlerische Leitung Kunsthaus Zofingen) und Claudia Waldner (freie Kuratorin).
Die Öffnungszeiten während den Ausstellungen im Kunsthaus Zofingen sind:
Do–Fr. 14–18 Uhr / Sa–So: 13–17 Uhr
Der Eintritt ins Kunsthaus Zofingen ist kostenlos.
Wir freuen uns über einen Beitrag in die Kollektenkasse.
Im Rahmen der Kooperation wird ein Objekt des Künstlers Daniel Bacher aus der Ausstellung KOSMOS[KA·OS] im Museum Zofingen gezeigt. Merkt euch auch schon den 19. Februar 2026, 19 Uhr, für unsere nächste gemeinsame Veranstaltung vor!
Eon Awa Productions war im 2023 Gast im Museum: Gäste. Das Museum Zofingen wurde zu einem der Drehorte des Films TAKE MY CROWN.
Seit 29.9.2023 ist der Film online: TAKE MY CROWN (Official Short Film)
by: Timo Gloor, Elisa Scheidegger, Shania Linder, Benedikt Heuser, Dylan Gonzalez, Alina Bevc.
Herzlichen Dank an das TAKE MY CROWN Team für die Partnerschaft mit dem Museum Zofingen!
Früher hiess dieser Vogel Rotrückenwürger. So ist auch das Exemplar beschriftet
welches in dieser Vitrine zu sehen ist. Dieses Exemplar stammt aus dem Jahre 1903.
Der Neuntöter brütet in offenen Kulturlandschaften mit Hecken und Dornengebüsch.
Er ist in Mitteleuropa die häufigste Würgerart und hortet bei einem guten Nahrungsangebot
seine Beute. Entweder spiesst er sie auf Dornen von Schlehe oder Weissdorn, oder aber er
klemmt sie in Astgabeln ein. Das Verbreitungsgebiet des Neuntöters reicht von der nördlichen
Iberischen Halbinsel überWesteuropa und den äussersten Süden der Britischen Inseln bis in
den hohen Norden.
Neuntöter brüten in erster Linie in offenen bis halb offenen Landschaften mit lockerem
und strukturreichen Gehölzbestand. Der Bestand hat sich in der Schweiz in den letzten 30 Jahren
halbiert. Die Investitionen in Milliardenhöhe in die Landwirtschaft durch den Bund begünstigen
grösstenteils in eine Produktion, welche weder auf die Biodiversität noch auf Böden und Wasser
ausreichend Rücksicht nimmt.
KennzeichenAschgrauer Scheitel, schwarzer Augenstreif, hakenförmiger Schnabel, rötlich braun gefärbte SchulternGrösse: 17-18 cm
Gewicht: 25-35 g
Stimme: Bei Erregung „dtschä“ oder „teck teck teck“, Gesang leise schwätzend mit Imitationen
Zugverhalten
Langstreckenzieher. Überwinterung in Ost- und Südafrika
Nahrung: Insekten, Spinnen, Kleinsäuger, Reptilien
Brutort: auf Dornenbüschen aller Art
Gelege: 4-7 Eier
Brutdauer: 13-16 Tage
Flugfähigkeit: nach ca. 15 Tagen, werden von den Altvögeln noch ca. 3 Wochen gefüttert.
Geschlossene Museen, aber…
… Museum ist überall!
In den Anfangszeiten des Museums Zofingen erwachte unsere Institution im Monat März
aus ihrem Winterschlaf – ursprünglich war keine Heizung vorhanden. 2020 aber, nach einem
erfolgreichen Jahresanfang, mit unerwartet vielen Besuchern, hat sich alles verändert.
Aus gesundheitspolitischen Gründen bleibt der Eintritt seit dem 25. März untersagt. Schade,
dass die Neukonzipierten Ausstellungen und unsere vielseitige Sammlung momentan unter
Verschluss bleiben muss.
Unsere schöne Stadt und ihre Umgebung bieten viele Alternativen:
Wie wäre es mit einer stadtnahen Wanderung auf dem Philosophenweg? Vom Finkenherd zum
Brunngraben und weiter über den Heiternplatz gibt es im Frühling eine herrlich erwachende
Tier- und Pflanzenwelt zu bewundern. Ein gemütlicher Spaziergang ist – mit Einhaltung der
geforderten Abstandsregeln – ein gutes Mittel für Abwechslung und nötige Bewegung an der frischen Luft.
Oder, besuchen sie in unserer Altstadt eine interessante Baustelle. Auf der Oberen Promenade
befindet sich bekanntlich das letzte Stück der früheren Stadtmauer. Dieses Teilstück wird nun
von privater Seite restauriert. Aus einer alten Scheune wird ein Wohnhaus. Das bestehende
Mauerstück wurde gesichert und zeigt sich nunmehr mit Zinnen im früheren Gewand. Auf der
Hausseite an der Letzigasse wurde, unter Mithilfe der aargauischen Denkmalpflege, die gesamte
Fassade mit vielen interessanten Details aufgearbeitet. Die ganze Holzkonstruktion aus dem
16. Jahrhundert wurde restauriert und zeigt uns heute wieder Bauhandwerk aus vergangenen Zeiten.
So gibt es auf einem „entschleunigten“ Rundgang noch viele spannende Winkel in unserer Altstadt
zum entdecken und Neuentdecken.
Wird das Museum wieder geöffnet, kann einiges Gesehenes und Erlebtes vertieft werden.
Bis dann braucht es Geduld und wir wünschen allen beste Gesundheit und auf ein baldiges
Wiedersehen im ältesten Museum des Kantons Aargau.
Ihr Museumsteam