KOSMOS[KA·OS] – Ausstellung im Kunsthaus Zofingen

15. November 2025 bis 22. Februar 2026 KOSMOS[KA·OS] – eine Raum(Zeit)reise in Kooperation mit Schloss Gleina (D), dem Sasso San Gottardo, dem Dienstraum, Kunstmuseum Olten und dem Museum Zofingen

Mit KOSMOS[KA·OS] zeigt das Kunsthaus Zofingen eine Gruppenausstellung, die den Spannungsbogen zwischen Ordnung und Unordnung, Mikro- und Makrokosmos erfahrbar macht.

Das Projekt ist die Fortsetzung einer Initiative der freien Kuratorin Claudia Waldner, die 2023 bis 2024 im Schloss Gleina (D) lanciert wurde. KOSMOS[KA·OS] beinhaltete Residenzaufenthalte und intensive Auseinandersetzungen von dreissig Kunstschaffenden. Nach einem Pre-Meeting auf dem Gotthard und der Ausstellung im Schloss Gleina im Jahr 2024 nimmt nun ein Teil der Werke in Zofingen mit der Künstlerischen Leiterin des Kunsthauses, Eva Bigler, eine neue Gestalt an.

In Zofingen vereint die binationale und spartenübergreifende Ausstellung dreizehn künstlerische Positionen aus Deutschland und der Schweiz, die das Verhältnis von Struktur und Zufall, von Klarheit und Störung in unterschiedlichsten Medien erforschen.

Kuratiert von Eva Bigler (Künstlerische Leitung Kunsthaus Zofingen) und Claudia Waldner (freie Kuratorin).

Die Öffnungszeiten während den Ausstellungen im Kunsthaus Zofingen sind: Do–Fr. 14–18 Uhr / Sa–So: 13–17 Uhr Der Eintritt ins Kunsthaus Zofingen ist kostenlos. Wir freuen uns über einen Beitrag in die Kollektenkasse. Im Rahmen der Kooperation wird ein Objekt des Künstlers Daniel Bacher aus der Ausstellung KOSMOS[KA·OS] im Museum Zofingen gezeigt. Merkt euch auch schon den 19. Februar 2026, 19 Uhr, für unsere nächste gemeinsame Veranstaltung vor!

Filmvortrag im Pflegezentrum

Freitag, 26. September 2025, 15 – 16 Uhr Urs Siegrist kennt die Scholl-Filme wie kein anderer. Während einer Stunde plaudert er im Pflegezentrum Spital Zofingen aus dem Nähkästchen und gewährt Einblick in diesen filmischen Schatz aus der Region Zofingen. Der Filmvortrag findet im Lindensaal 1 und 2  statt. Auch externe Gäste sind herzlich eingeladen, mehr über diese einzigartigen Zeitdokumente zu erfahren. Der Eintritt ist kostenlos. Eine freiwillige Spende unterstützt unsere Arbeit. Pflegezentrum Spital Zofingen Mühlethalstrasse 27, 4800 Zofingen Hinweis: Passend dazu gibt es bald viel mehr zu erfahren: Das Lebenswerk des Zofinger Filmemachers Eugen Scholl wird ab dem 19. Oktober 2025 in der neuen Sonderausstellung «Filme aus dem Studio Scholl» im Museum Zofingen präsentiert. Mehr Infos zu den Scholl-Filmen sind hier zu finden. © Roger Wehrli
Aussenansicht vom Museum Zofingen.

Das Zofinger Museum entdecken

Mittwoch, 5. November 2025, 19:30 – 21:30 Uhr Das Museum Zofingen erlebt seit einigen Jahren eine Wiedergeburt. Dieser einzigartige Kulturort im «Palazzo» ist weit mehr als ein herkömmliches Museum. Bei der Führung durch die Ausstellungen beurteilen wir Chancen, Risiken und Ressourcen des Museums. Ein Highlight ist der Blick ins sonst verschlossene historische Magazin. Die naturhistorische Sammlung ermöglicht eine Zeitreise: Die ursprünglichen Schaukästen von Museumsgründer Hermann Fischer-Sigwart zeigen die 125-jährige Geschichte der Haltung zu Natur und Umwelt. Dieses historische Juwel soll bewahrt bleiben, während das Museum als lebendige Institution in die Zukunft geht. Heidi Pechlaner Gut ist seit Mai 2024 Leiterin des Museums Zofingen. Besonders interessiert sie sich für Public History und Citizen-Science-Projekte, die neue, offene Vermittlungsformate im Museum ermöglichen. Sie wird durch den Abend führen. Diese Veranstaltung wird von der Volkshochschule Region Zofingen durchgeführt. Eintritt: CHF 20.– | Mitglied CHF 15.– Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Alle Details und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier. Bild: Roger Wehrli / © Museum Zofingen Logo der Volkshochschule Zofingen

Video*kunst – Ausstellung im Kunsthaus Zofingen, ein Werk im Museum Zofingen

18. November 2023 bis 18. Februar 2024 Ausstellung «Video*kunst» im Kunsthaus ZofingenKunsthaus Zofingen «Selbstporträt für die Katz» von Luzia Hürzeler im Museum Zofingen Zum ersten Mal in seiner vierzigjährigen Geschichte stellt das Kunsthaus Zofingen die gesamte Fläche der Videokunst zur Verfügung. 15 Arbeiten, verteilt auf zwei Stockwerke, sind im offenen Raum ausgestellt. Der offene Raum ist eine interessante Herausforderung: Wir sind nicht im Kino, wo alles im Dunkeln verschwindet und jede*r Besucher*in für sich alleine ins Bild eintaucht, sondern in einer Ausstellung, die die Räumlichkeiten des Kunsthauses und die gezeigten Arbeiten miteinander verbindet. Der Rundgang wird farbig, leise, froh, bedacht, humorvoll, wild, berührend, laut und still, und schliesst ab im Café «Uferlos». Das Café ist Teil der Ausstellung und offizieller Ort für den Austausch unter Künstler*innen, Kulturschaffenden und interessierten Personen. Aufdi Aufdermauer, Eva Bigler & Karin Wegmüller (Co-Kurator*innen) Mit Werken von: Judith Albert BiglerWeibel Daniela Keiser Sarah Hugentobler Luzia Hürzeler Zilla Leutenegger Ingeborg Lüscher Andrea Nottaris Franziska Megert Elodie Pong Ursula Palla Pipilotti Rist Anouk Sebald Annelies Štrba Luzia Hürzeler, «Selbstporträt für die Katz», 2006 im Museum Zofingen Luzia Hürzeler, Selbstporträt für die Katz, 2006 © Luzia Hürzeler In ihrer künstlerischen Arbeit forscht Luzia Hürzeler immer wieder an der Grenze zwischen Mensch und Tier. Sie untersucht gesellschaftliche Themen und verbindet Kunst mit sozialanthropologischen oder ethnografischen Inhalten. In ihrer neusten Forschung erkundet sie die Repräsentation von Tieren in den dafür gängigen Ausstellungsdispositiven der naturhistorischen Museen. Eine künstlerische und ethnografische Untersuchung von Herstellungs-, Darstellungs- und Instandhaltungspraktiken von Dioramen. Gezeigt wird die Büste einer jungen Frau, die von einer Katze hingebungsvoll abgeleckt und schlussendlich zerstört wird. Die in Genf lebende Solothurner Künstlerin Luzia Hürzeler (geboren 1976) formte ein Abbild ihrer selbst aus Katzenfutter und filmte die Katze, welche angelockt vom Duft des Futters auf den Sockel sprang und begann, die Büste abzulecken. Dieser langsame Prozess bringt die Gesichtszüge unweigerlich zum Verschwinden. Mehr von Luzia Hürzeler: Homepage Luzia Hürzeler

TAKE MY CROWN – Film online

Eon Awa Productions war im 2023 Gast im Museum: Gäste. Das Museum Zofingen wurde zu einem der Drehorte des Films TAKE MY CROWN. Seit 29.9.2023 ist der Film online: TAKE MY CROWN (Official Short Film) by: Timo Gloor, Elisa Scheidegger, Shania Linder, Benedikt Heuser, Dylan Gonzalez, Alina Bevc. Herzlichen Dank an das TAKE MY CROWN Team für die Partnerschaft mit dem Museum Zofingen!

Vogel des Jahres 2020

Der Neuntöter (Lanius collurio)

Früher hiess dieser Vogel Rotrückenwürger. So ist auch das Exemplar beschriftet welches in dieser Vitrine zu sehen ist. Dieses Exemplar stammt aus dem Jahre 1903. Der Neuntöter brütet in offenen Kulturlandschaften mit Hecken und Dornengebüsch. Er ist in Mitteleuropa die häufigste Würgerart und hortet bei einem guten Nahrungsangebot seine Beute. Entweder spiesst er sie auf Dornen von Schlehe oder Weissdorn, oder aber er klemmt sie in Astgabeln ein. Das Verbreitungsgebiet des Neuntöters reicht von der nördlichen Iberischen Halbinsel überWesteuropa und den äussersten Süden der Britischen Inseln bis in den hohen Norden. Neuntöter brüten in erster Linie in offenen bis halb offenen Landschaften mit lockerem und strukturreichen Gehölzbestand. Der Bestand hat sich in der Schweiz in den letzten 30 Jahren halbiert. Die Investitionen in Milliardenhöhe in die Landwirtschaft durch den Bund begünstigen grösstenteils in eine Produktion, welche weder auf die Biodiversität noch auf Böden und Wasser ausreichend Rücksicht nimmt. Kennzeichen Aschgrauer Scheitel, schwarzer Augenstreif, hakenförmiger Schnabel, rötlich braun gefärbte Schultern Grösse:  17-18 cm Gewicht: 25-35 g Stimme:  Bei Erregung „dtschä“ oder „teck teck teck“, Gesang leise schwätzend mit Imitationen Zugverhalten Langstreckenzieher. Überwinterung in Ost- und Südafrika Nahrung: Insekten, Spinnen, Kleinsäuger, Reptilien Brutort: auf Dornenbüschen aller Art Gelege:  4-7 Eier Brutdauer: 13-16 Tage Flugfähigkeit: nach ca. 15 Tagen, werden von den Altvögeln noch ca. 3 Wochen gefüttert.

Zertifikats-Pflicht im Museum

Gemäss Bundesratsbeschluss vom 8. September gilt ab 13. September in allen Museen die Zertifikats-Pflicht, oder ein Test nicht älter als 24 Stunden.

Jugentliche unter 16 Jahren sind von dieser Pflicht befreit.

Gemäss Kanton ist das Museumspersonal berechtigt die Kontrolle vorzunehmen.

Museum ist überall

Geschlossene Museen, aber… … Museum ist überall!   In den Anfangszeiten des Museums Zofingen erwachte unsere Institution im Monat März aus ihrem Winterschlaf – ursprünglich war keine Heizung vorhanden. 2020 aber, nach einem erfolgreichen Jahresanfang, mit unerwartet vielen Besuchern, hat sich alles verändert. Aus gesundheitspolitischen Gründen bleibt der Eintritt seit dem 25. März untersagt. Schade, dass die Neukonzipierten Ausstellungen und unsere vielseitige Sammlung momentan unter Verschluss bleiben muss. Unsere schöne Stadt und ihre Umgebung bieten viele Alternativen: Wie wäre es mit einer stadtnahen Wanderung auf dem Philosophenweg? Vom Finkenherd zum Brunngraben und weiter über den Heiternplatz gibt es im Frühling eine herrlich erwachende Tier- und Pflanzenwelt zu bewundern. Ein gemütlicher Spaziergang ist – mit Einhaltung der geforderten Abstandsregeln – ein gutes Mittel für Abwechslung und nötige Bewegung an der frischen Luft. Oder, besuchen sie in unserer Altstadt eine interessante Baustelle. Auf der Oberen Promenade befindet sich bekanntlich das letzte Stück der früheren Stadtmauer. Dieses Teilstück wird nun von privater Seite restauriert. Aus einer alten Scheune wird ein Wohnhaus. Das bestehende Mauerstück wurde gesichert und zeigt sich nunmehr mit Zinnen im früheren Gewand. Auf der Hausseite an der Letzigasse wurde, unter Mithilfe der aargauischen Denkmalpflege, die gesamte Fassade mit vielen interessanten Details aufgearbeitet. Die ganze Holzkonstruktion aus dem 16. Jahrhundert wurde restauriert und zeigt uns heute wieder Bauhandwerk aus vergangenen Zeiten. So gibt es auf einem „entschleunigten“ Rundgang noch viele spannende Winkel in unserer Altstadt zum entdecken und Neuentdecken. Wird das Museum wieder geöffnet, kann einiges Gesehenes und Erlebtes vertieft werden. Bis dann braucht es Geduld und wir wünschen allen beste Gesundheit und auf ein baldiges Wiedersehen im ältesten Museum des Kantons Aargau.   Ihr Museumsteam  

Tier des Jahres 2020

Die Wildkatze (Felis silvestris silvestris)

Die Wildkatze erobert die Schweiz zurück! Nicht nur im Jura, sondern auch im Mittelland und im nördlichen Alpenraum werden in den letzten Jahren vermehrt Wildkatzen beobachtet. Fotofallen liefern nun den klaren Beweis für die Rückkehr der Wildkatze in die Schweiz. Die Größe ihres Reviers richtet sich nach dem Angebot an Beutetieren und kann deshalb je nach Gegend sehr unterschiedlich sein. Ist der Lebensraum optimal, benötigt sie zwei bis drei Quadratkilometer, unter schwierigen Jagdbedingungen kann der Lebensraum auch neun und mehr Quadratkilometer umfassen. Männchen beanspruchen in der Regel größere Reviere als weibliche Tiere. Sie meiden Gebiete mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung. Wildkatzen sind die einzigen Katzen, die als absolut nicht zähmbar gelten. Auch in Gefangenschaft geborene Tiere können nicht an den Menschen gewöhnt werden und lassen sich niemals freiwillig von ihm berühren. Freilebende Tiere meiden den Menschen und kehren niemals an Verstecke zurück, die Menschen entdeckt haben.

Körpergrösse Männchen 83-97 cm, Weibchen  73-94 cm

Gewicht Männchen 3-6,5 kg, Weibchen 2,3-4,9 kg Lebensraum Vorwiegend in Laub- oder Mischwäldern. In der Schweiz hauptsächlich im Jura. Nahrung Wühlmäuse, Ratten, Vögel, Kaninchen, Eichhörnchen, Eidechsen, Fische Frösche und Insekten. Selten werden Hasen und Rehkitze erbeutet. Aas und pflanzliche Kost werden nur in Notzeiten genommen. Paarungszeit Januar bis März Die Tragzeit beträgt ca. neune Wochen, das Weibchen bringt in einem sicheren Versteck meistens zwei bis vier Junge zur Welt. Mit etwa sechs bis acht Monaten suchen sich die Jungtiere ein eigenes Revier. Die Sterblichkeit der jungen Wildkatzen ist hoch. Unter optimalen Bedingungen werden sie zwölf bis fünfzehn Jahre alt.